Solarpark

Flächenpotenzialanalyse für Solarparks


Zur Bestimmung eines geeigneten Standorts für Solarparks sind mehrere Planungskriterien in der gemeindlichen Abwägung relevant. So zum Beispiel Belange der Ortsbildgestaltung, der technischen Erschließung der Anlagen, Belange des Natur- und Artenschutzes, des Landschafts- und Denkmalschutzes und des Schutzes der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Zur Abwägung des letzten Punkt liefert der Indikator „Bodenschätzung Acker-/ Grünlandzahl“ verwertbare Daten.

Eine erste Hilfe zur Bestimmung eines geeigneten Standorts für Solarparks im Umfeld von Kommunen zeigen die übereinandergelegten Karten von Gaia-Light in Mecklenburg-Vorpommern auf.

Mittels unterschiedlicher Karten zu Bodenpunkten, Naturschutzzonen und mehr kann eine erste Abschätzung für Potenzialflächen angezeigt werden und in die Gesamtbetrachtung und Potenzialanalyse einfließen.

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Gaia Light wird kostenfrei im Geoportal-MV durch das Landesamt für Innere Verwaltung Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung gestellt.

 

Ausgangslage

Zur Umsetzung der Energiewende und zum Erreichen der Klimaschutzziele des Landes muss neben der schwerpunktmäßigen Erschließung des solaren Dachflächenpotenzials auch der Ausbau der Freiflächen-Photovoltaik weiter vorangebracht werden.

Bürgermeister, Gemeindevertreter und Verwaltungsmitarbeitende wollen die bestmöglichen Entscheidungen für ihre Gemeinde, ihre Klimabilanz, ihren Haushalt und letztlich für ihre Bürgerinnen und Bürger treffen – eine Potenzialanalyse des Gemeindegebiets kann Aufschluss über die möglichen Standorte für Freiflächenanlagen geben.

 

Flächenkulisse

Für Freiflächenanlagen, die eine Förderung erhalten sollen, sieht das EEG 2021 als zulässige Flächenkulisse vor allem Konversionsflächen sowie Seitenrandstreifen in einer Entfernung bis zu 200 m entlang von Autobahnen und Schienenstrecken vor. Weitere mögliche Flächen sind ebenfalls in § 37 EEG 2021 aufgelistet.

Das Landesraumentwicklungsprogramm Mecklenburg-Vorpommern (LEP 2016) regelt, dass Solarparks verteilnetznah geplant und insbesondere auf Konversionsstandorten, endgültig stillgelegten Deponien oder auf bereits versiegelten Flächen errichtet werden sollen. Landwirtschaftlich genutzte Flächen dürfen nur in einem Streifen von 110 m beiderseits von Autobahnen, Bundesstraßen und Schienenwegen in Anspruch genommen werden (Vgl. Kapitel 5.3 (9)). Von dieser Flächenkulisse durfte bislang nur in Ausnahmefällen abgewichen werden.

Im Sommer 2021 beschloss der Landtag eine von dieser im LEP festgelegten Flächenkulisse ergänzende Reglung. Demnach dürfen auf 5000 ha landwirtschaftlich genutzter Landesfläche Solarparks errichtet werden, sofern die Projekte bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Potenzialberechnung

Zusätzlich stehen die nach dem EEG 2021 potenziell für die Bebauung mit PV-Freiflächen geeigneten Flächen gewissen Einschränkungen entgegen. Bebauungspläne müssen die Grundsätze der Raumordnung berücksichtigen und dürfen keine erheblichen Beeinträchtigungen von Natur und Umwelt verursachen. Zudem dürfen sie sonstigen Rechtsvorschriften nicht widersprechen (z.B. Bundesnaturschutzgesetz). Das bedeutet, dass Solarparks beispielsweise nicht auf Siedlungs- und Waldflächen, Naturschutzgebieten sowie bestimmten Überschwemmungsgebieten errichtet werden dürfen. Ein Natura 2000- und Landschaftsschutzgebiet kann die Errichtung von Solarparks ebenfalls ausschließen.

 

Potenzialanalyse von Freiflächen

Gaia Light und Gaia Professional bieten Kommunen die Möglichkeit ihr Gemeindegebiet unter die Lupe zu nehmen. Dabei helfen die vordefinerten Karten als Filtereinstellungen. Wie beispielsweise der Kartefilter: Nur Flächen mit Bodenwerten unter 25 anzeigen.

Mit dem Wissen über Ihre potenziellen Freiflächen  können Kommunen gezielt auf einen Vorhabenträger zuzugehen oder mit einem bereits vorhandenen Partner weitere Standorte für einen Solarpark erkunden. Wenn Sie Hilfestellung bei ihrer Flächenpotenzialanalyse benötigen, wenden Sie sich bitte an unsere LEKA MV Kommunalberaterin Lea Baumbach.

KONTAKT

Lea Baumbach

Lea Baumbach

Kommunalberaterin für: Vorpommern-Rügen, Vorpommern-Greifswald, Mecklenburgische Seenplatte
Standort Neustrelitz
Telefon: +49 3981 4490301
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