Entdeckertour durch das Energieland MV:
Erste Besichtigung zieht Bürgermeister nach Kalsow

Teilnehmer vor Windrädern auf Feld

Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und jede Menge Menschen, die Lust auf die Energiewende haben – perfekte Bedingungen für die erste LEKA „Entdeckertour durch das Energieland MV“. Gemeinsam mit dem Landesverband Erneuerbare Energien MV (LEE MV) waren in der vergangenen Woche alle interessierten Bürgermeister nach Kalsow im Landkreis Nordwestmecklenburg eingeladen.

Bereits vor 15 Jahren begann dort der derzeitige Bürgermeister Kalsows, Dietmar Hocke, im Zuge der Milchkrise mit der Umstellung seines Hofs auf erneuerbare Energien. Inzwischen werden zahlreiche Häuser des Ortsteils der Gemeinde Benz mit Nahwärme aus der Biogasanlage mitversorgt. „Ich habe immer darauf geachtet, was wirtschaftlich und zeitgleich für das Dorfleben sinnvoll ist“, erklärte Hocke während des Rundgangs entlang der Windräder auf den Feldern um Kalsow. Denn auch in drei Windenergieanlagen am Dorfrand hat Dietmar Hocke inzwischen investiert. Die Gewerbesteuereinnahmen und die Pacht fließen in die Gemeindekasse. Das Gutshaus und die Dorfstraße konnten saniert werden. Zukünftig sollen die Bürger noch von eigenen PV-Anlagen weiter profitieren.

Besichtigung ebnet Weg für Umsetzung konkreter Projekte

Ein Beispiel mit Vorbildcharakter und deshalb der ideale Ort für unsere erste Besichtigung. Über 20 Teilnehmer aus den Landkreisen Nordwestmecklenburg, Rostock und Vorpommern-Greifswald waren gekommen und konnten von den Erfahrungen Hockes profitieren, Fragen stellen und neue Kontakte knüpfen. Denn diesem guten Beispiel wollen viele Gemeinden folgen. „In der Zukunft muss da noch viel mehr passieren, jeder sollte sich dem Thema offen stellen“, so Teilnehmer Bernd Hartwig, Bürgermeister der Gemeinde Neuburg, während der Tour durch Kalsow. Zugleich haben Bürgermeister und Gemeindevertreter in diesem Zusammenhang aber auch viele Fragen. Was muss ich als Gemeinde aus kommunalrechtlicher Sicht bei der Planung beachten? Wie kann ich die Bürger meiner Gemeinde beteiligen?

Daher beantworteten im Anschluss an den Rundgang die Juristen der LEKA, Gunnar Wobig und Karina Czubatynski, noch kommunalrechtliche Fragen zur Nutzung erneuerbarer Energien. „Wir haben heute gesehen, wie viele Gemeinden sich verstärkt für den Klimaschutz engagieren wollen. Nun ist es wichtig, dass wir in individuellen Beratungen und Gesprächen erste Schritte in Richtung konkreter Umsetzung gehen“, resümierte LEKA-Geschäftsführer Gunnar Wobig.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Kampagne Zukunftsdialog Energiewende der LEKA MV statt. Mit der Kampagne widmet sich die LEKA MV den Themen Energiewende und erneuerbare Energien. Oberstes Ziel dabei ist, die Bevölkerung von Mecklenburg-Vorpommern sachgerecht über die Vor- und Nachteile der Energiewende zu informieren, um diese zu einem gemeinsamen Projekt zu machen. Die Kampagne wird im Auftrag des Energieministeriums durchgeführt und mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

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